Häufige Fragen

Alle Fragen rund ums
PV-Recruiting an einem Ort.

Von der Zusammenarbeit über die einzelnen Berufsbilder bis zu Kosten und Vakanzzeiten: Hier finden Sie gebündelt die wichtigsten Antworten für Solarbetriebe.

Allgemein

Über die Zusammenarbeit

Wir kombinieren moderne Recruiting-Methoden mit gezielter Kandidatenansprache. Dadurch erreichen wir nicht nur aktiv Suchende, sondern auch qualifizierte Fachkräfte, die aktuell gar nicht auf Jobsuche sind – genau die, die Sie auf Jobportalen nie sehen würden.

Jeder Kandidat wird vor einer Vorstellung persönlich qualifiziert. Dabei prüfen wir relevante Erfahrung, fachliche Voraussetzungen sowie die tatsächliche Wechselbereitschaft. So gelangen nur passende Profile zu Ihnen.

Ja. Durch zielgerichtete Ansprache und individuell abgestimmte Anreize gewinnen auch Unternehmen ohne bekannte Arbeitgebermarke qualifizierte Bewerber. Langfristig lohnt sich der Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke dennoch – dabei unterstützen wir Sie ebenfalls gern.

Die Kosten richten sich nach Ihrem individuellen Personalbedarf und dem Umfang der Zusammenarbeit. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir gemeinsam, welche Lösung für Ihr Unternehmen sinnvoll ist – unverbindlich.

Markt

Fachkräftemangel in der Photovoltaik 2026: Zahlen, Ursachen und was Solarbetriebe jetzt tun können

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Nach Angaben der EU-Solarakademie und aus Branchenkreisen fehlen allein in Deutschland rund 100.000 zusätzliche Arbeitskräfte in der Photovoltaik. Bereits 2021/22 fehlten laut IW Köln und KOFA branchenweit 216.000 Fachkräfte für die gesamte Energiewende. DIHK und Prognos warnen, dass dieser Mangel die Energiewende gefährdet.

Drei Faktoren wirken zusammen: erstens der demografische Wandel — rund 13,4 Millionen Erwerbspersonen erreichen laut Statistischem Bundesamt in den nächsten 15 Jahren das Rentenalter. Zweitens eine strukturelle Elektro-Lücke von 45.000–55.000 Elektrikern bundesweit (ZVEI/ZDH). Drittens die Konkurrenz durch E-Mobilität, Wärmepumpen und Netzbetreiber, die dieselben Fachkräfte abwerben.

In Elektroberufen, die das Rückgrat der PV-Installation bilden, liegen die Vakanzzeiten regional bei 110 bis 160 Tagen. Die durchschnittliche Vakanzdauer über alle Berufe hinweg beträgt laut StepStone und der Bundesagentur für Arbeit 102 Tage. Je spezialisierter die Stelle, desto länger dauert es in der Regel.

Laut einer Erhebung von StepStone und der Bundesagentur für Arbeit entstehen im Durchschnitt Vakanzkosten von rund 29.000 Euro pro offener Stelle. Bei Elektrofachkräften mit direktem Projektbezug liegt der entgangene Deckungsbeitrag laut Branchenangaben bei 800–1.200 Euro pro Tag. Die Gesamtkosten betragen oft das Zwei- bis Vierfache der direkten Personalkosten.

Neben Ausbildung und Quereinsteigerprogrammen ist der entscheidende Hebel die aktive Direktansprache. Über 70 Prozent der Fachkräfte suchen nicht aktiv — sind aber latent wechselbereit. Laut einer Studie der Universität Bamberg zieht rund die Hälfte der Beschäftigten eine direkte Ansprache einer eigenen Bewerbung vor. Active Sourcing — also die gezielte, diskrete Ansprache passiver Kandidaten — ist deshalb oft wirkungsvoller als klassische Stellenanzeigen.

Markt

Gute Leute gibt es – sie bewerben sich nur nicht bei Ihnen. Warum Sie keine PV-Fachkräfte finden

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Weil über 70 Prozent der qualifizierten Fachkräfte passiv sind und Stellenportale schlicht nicht nutzen. Nur rund 8 Prozent suchen aktiv — und das sind oft nicht die Besten. Gut beschäftigte PV-Monteure kommen nicht von allein zu Ihnen, sie müssen gezielt angesprochen werden.

Ja — aber sie sind beschäftigt. Die EU-Solarakademie beziffert den zusätzlichen Bedarf in Deutschland auf rund 100.000 Fachkräfte. Gleichzeitig sinkt das Erwerbspersonenpotenzial (IW Köln: von 55 auf 51 Mio. bis 2036). Die Fachkräfte sind also vorhanden, aber nicht verfügbar über klassische Kanäle.

Laut einer Studie von StepStone und der Bundesagentur für Arbeit liegt die durchschnittliche Vakanzdauer bei 102 Tagen, die Vakanzkosten bei rund 29.000 Euro pro Stelle. In Elektroberufen, die das Rückgrat der PV-Installation bilden, liegen die regionalen Vakanzzeiten bei 110 bis 160 Tagen.

Ja. Laut Arbeitsmarkterhebungen erwägen 39 Prozent der Arbeitnehmer einen Jobwechsel; der Gallup Engagement Index zeigt, dass nur rund 50 Prozent sicher beim aktuellen Arbeitgeber bleiben wollen. Eine Studie der Universität Bamberg belegt: Zwei von zehn Arbeitnehmern wechselten zuletzt, weil sie direkt angesprochen wurden — obwohl sie nicht suchten.

In aller Regel nicht. Mehr Reichweite auf Jobportalen erreicht nur die rund 8 Prozent, die ohnehin aktiv suchen. Die wechselbereiten, aber passiven Fachkräfte — über 70 Prozent des Marktes — sieht kein Stelleninserat. Höheres Anzeigenbudget ist eine teurere Version derselben Strategie mit demselben strukturellen Fehler.

Markt

Warum sich gute Fachkräfte nicht bewerben – und wie Sie sie trotzdem gewinnen

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Passive Kandidaten sind Fachkräfte, die aktuell nicht aktiv nach einem neuen Job suchen, aber grundsätzlich offen für einen Wechsel wären. Laut Arbeitsmarktdaten gelten über 70 % der Fachkräfte als passiv suchend. Sie tauchen auf Jobportalen nicht auf – sind aber über gezielte Direktansprache erreichbar.

Erfahrene Fachkräfte sind meist bereits angestellt und haben keinen unmittelbaren Leidensdruck. Der Aufwand eines Bewerbungsmarathons schreckt ab, und viele möchten diskret bleiben, damit der aktuelle Arbeitgeber nichts mitbekommt. Sie reagieren nicht auf Ausschreibungen – wohl aber auf persönliche, relevante Direktansprache.

Active Sourcing bezeichnet die proaktive, direkte Ansprache von Kandidaten – unabhängig davon, ob diese gerade aktiv suchen. Recruiter identifizieren geeignete Profile über Netzwerke wie LinkedIn oder Xing und nehmen persönlichen Kontakt auf. Eine Studie der Universität Bamberg zeigt: Rund die Hälfte der Beschäftigten zieht Direktansprache sogar einer eigenen Bewerbung vor.

Laut aktuellen Erhebungen erwägen 39 % aller Arbeitnehmer einen Jobwechsel – bei 21- bis 35-Jährigen sind es sogar rund 41 %. Zusätzlich zeigt der Gallup Engagement Index, dass nur rund 50 % der Beschäftigten in einem Jahr sicher noch beim aktuellen Arbeitgeber sein wollen. Diese latente Wechselbereitschaft ist der zentrale Hebel für Active Sourcing.

Ja – gerade für kleine und mittelständische Betriebe, die keine eigene Recruiting-Abteilung haben. Laut Universität Bamberg nutzen bereits 45 % der Mittelständler Active Sourcing. Die Alternative – lange Vakanz – kostet laut StepStone und Bundesagentur für Arbeit im Schnitt 29.000 € pro Stelle bei durchschnittlich 102 Tagen Besetzungszeit.

Rollen

PV-Monteur & Solarteur finden und einstellen: Profil, Gehalt, Anforderungen

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Die Begriffe werden in der Branche häufig synonym verwendet. 'Solarteur' ist keine geschützte Berufsbezeichnung, hat sich aber als informeller Fachbegriff für Personen etabliert, die PV-Anlagen planen, montieren und in Betrieb nehmen. 'PV-Monteur' betont stärker den Montageaspekt, meint in der Praxis jedoch dieselbe Rolle.

Den häufigsten Zugang bietet die Ausbildung zum Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik. Auch Elektroanlagenmonteure, Dachdecker und staatlich geprüfte Techniker der Regenerativen Energietechnik kommen infrage. Darüber hinaus ist der Quereinstieg über Herstellerzertifizierungen und die Qualifikation als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT – PV) in der Branche weit verbreitet.

Laut gehalt.de und StepStone liegt das Durchschnittsgehalt bei rund 3.500 € brutto pro Monat, die Spanne reicht von ca. 3.100 € bis 3.960 € je nach Erfahrung und Region. Quereinsteiger starten typischerweise im Bereich 36.000–48.000 € Jahresbruttogehalt. In Süddeutschland und Ballungsräumen tendieren die Gehälter zum oberen Ende der Spanne.

Elektroberufe gehören zu den am schwierigsten zu besetzenden Stellen am deutschen Arbeitsmarkt. Laut ZVEI/ZDH liegen die regionalen Vakanzzeiten bei 110–160 Tagen. Wer mit klassischen Stellenanzeigen arbeitet, muss mit diesem Zeitfenster rechnen — bei gleichzeitig täglich entgangenen Deckungsbeiträgen.

Ja — vorausgesetzt, der Betrieb hat einen strukturierten Einarbeitungsplan und klare Zertifizierungsschritte. Quereinsteiger aus verwandten Handwerksberufen (Heizung/Sanitär, Kfz, Industriemechanik) bringen handwerkliche Basis mit und können über Herstellerschulungen und die EFKffT-PV-Qualifikation zeitnah eingesetzt werden. Das erschließt einen deutlich größeren Kandidatenpool als die reine Suche nach Elektriker-Ausgebildeten.

Rollen

Elektromeister für die Solarbranche gewinnen: Warum sie der Engpass Nr. 1 sind

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Um netzgekoppelte Photovoltaikanlagen anschließen und beim Netzbetreiber anmelden zu dürfen, muss der Betrieb im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen sein. Diese Eintragung setzt eine verantwortliche Elektrofachkraft voraus – in der Praxis fast immer ein Elektromeister mit Konzession. Ohne diese Person kann ein Betrieb Anlagen technisch fertigstellen, aber nicht rechtswirksam in Betrieb nehmen.

Die verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK) ist eine betriebliche Funktion: die Person, die fachlich und haftungsrechtlich für elektrische Anlagen verantwortlich zeichnet. Im PV-Handwerk nimmt diese Rolle fast immer der Elektromeister ein, da er die formale Qualifikation und in der Regel auch die Konzession des Netzbetreibers für die Inbetriebnahme mitbringt.

Vakanzzeiten für Elektroberufe liegen regional bereits bei 110 bis 160 Tagen (Branchenangaben). Für einen Meister – der nicht aktiv sucht und von mehreren Arbeitgebern gleichzeitig umworben wird – sind sechsmonatige oder längere Suchen keine Ausnahme. Wer ausschließlich auf Stellenanzeigen setzt, verlängert die Suche erheblich.

Nur in seltenen Fällen. Laut Studien suchen lediglich rund 8 % der Fachkräfte aktiv nach einem neuen Job. Der überwiegende Teil der qualifizierten Elektromeister ist beschäftigt und reagiert nicht auf Ausschreibungen. Die Direktansprache – also das gezielte, diskrete Identifizieren und Kontaktieren geeigneter Kandidaten – ist der deutlich erfolgversprechendere Weg.

Eine unbesetzte Elektrostelle kostet laut Branchenangaben durchschnittlich 800 bis 1.200 Euro entgangenen Deckungsbeitrag pro Tag. Bei einer typischen Vakanzdauer von 110 bis 160 Tagen summiert sich das auf fünf- bis sechsstellige Beträge – noch ohne die Kosten für Projektverzögerungen, Vertragsstrafen oder abgewanderte Aufträge.

Rollen

Bauleiter & Projektleiter Photovoltaik finden: Aufgaben, Anforderungen, Recruiting

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Der Bauleiter PV führt die Baustelle operativ: Er koordiniert Gewerke, Nachunternehmer und Montagetrupps vor Ort, überwacht Qualität, Termine und Arbeitssicherheit. Der Projektleiter PV trägt die Gesamtverantwortung für das Projekt – von der Planung über Genehmigungen, Budget und Kundenführung bis zur formalen Übergabe. In kleineren Unternehmen können beide Rollen in einer Person zusammenfallen.

Typische Wege führen über ein Studium in Elektro- oder Energietechnik, alternativ über den Abschluss als Techniker oder Meister im Elektrohandwerk mit anschließender PV-Praxiserfahrung. Entscheidend ist nachgewiesene Bauleitungserfahrung auf realen Projekten – Berufseinsteiger kommen für diese Rolle nicht in Frage.

Der Erfahrungspool ist eng: Die großtechnische Solarbranche ist jung, und Führungserfahrung auf PV-Projekten entsteht nicht in der Weiterbildung, sondern über Jahre gelebter Projekte. Wer dieses Profil mitbringt, ist beim aktuellen Arbeitgeber gut gestellt und sucht nicht aktiv. Über 70 Prozent der qualifizierten Fachkräfte gelten als passiv suchend – bei Führungsrollen in der PV ist dieser Anteil noch höher.

Laut StepStone liegt das Durchschnittsgehalt für Projektleiter Photovoltaik je nach Berufserfahrung zwischen rund 60.000 und 65.000 Euro brutto jährlich. Erfahrene Bau-Projektleiter kommen auf 62.000–74.000 Euro. Die Spanne ist regional und unternehmensabhängig und steigt mit der Projektgröße.

In der Regel nicht zuverlässig. Wer auf eingehende Bewerbungen wartet, erreicht nur die rund acht Prozent der Fachkräfte, die aktiv suchen. Erfahrene PV-Bau- und Projektleiter gehören überwiegend zur großen Gruppe der passiven Kandidaten. Stellenanzeigen können flankierend sinnvoll sein – als primäres Instrument für diese Rollen reichen sie nicht aus.

Rollen

Planer & Konstrukteure für Solarprojekte: Das unterschätzte Nadelöhr

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Ein PV-Planer benötigt typischerweise einen Abschluss in Elektrotechnik, Energietechnik oder Versorgungstechnik – alternativ eine Techniker-Ausbildung mit Schwerpunkt Energietechnik. Entscheidend sind Praxiserfahrung mit Simulationstools wie PV*SOL oder PVsyst sowie Kenntnisse der Netzanmeldungsprozesse und einschlägiger Normen (VDE-AR-N 4105, 4110). Dieses Wissen entsteht meist erst durch mehrjährige Berufspraxis.

Laut aktuellen Gehaltsauswertungen (energiewirtschaft-gehalt.de, 2026) liegt der Median für Elektroplaner im PV-Bereich bei rund 66.000 € brutto/Jahr. Einsteiger starten ab etwa 52.000 €, erfahrene Senior-Profile können 80.000 € und mehr erzielen. Die Gehälter sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen – weit über dem allgemeinen Lohnniveau.

Erfahrene PV-Projektierer kombinieren Spezialwissen aus Energietechnik, Simulation, Normenkunde und Behördenabläufen – eine Kombination, die weder in der Ausbildung noch im Studium standardmäßig vermittelt wird. Weil diese Fachleute entsprechend gefragt und fest angestellt sind, suchen sie kaum aktiv auf Jobportalen. Über 70 % aller Fachkräfte gelten als passiv Suchende (Studienlage); Stellenanzeigen erreichen sie deshalb kaum.

Durchschnittliche Vakanzdauern in Elektroberufen liegen laut ZVEI/ZDH regional bei 110–160 Tagen. Für spezialisierte Planungsprofile mit Software-Know-how und PV-Erfahrung kann sich die Suche deutlich länger hinziehen, wenn ausschließlich auf Stellenanzeigen gesetzt wird. Jeder unbesetzte Planungsmonat bedeutet konkret: weniger Projekte, die in die Bau- und Montagephase übergehen.

Ein Inhouse-Aufbau ist möglich, erfordert aber Zeit: Ein Junior mit Elektrotechnik-Studium braucht 12–24 Monate, um eigenständig Projekte planen und anmelden zu können. Für Unternehmen mit hohem Projektvolumen ist das ein sinnvoller langfristiger Ansatz – kurzfristig schließt er die Planungslücke jedoch nicht. Viele Unternehmen kombinieren daher einen erfahrenen Senior (Direktansprache) mit dem parallelen Aufbau von Juniorprofilen.

Praxis

Stellenanzeige vs. Direktansprache: Was im PV-Recruiting wirklich funktioniert

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Stellenanzeigen erreichen nur die rund 8 Prozent der Fachkräfte, die aktiv nach einem neuen Job suchen. Die große Mehrheit — über 70 Prozent — ist passiv und öffnet kein Jobportal. In der PV-Branche, wo erfahrene Monteure, Meister und Bauleiter durchgängig beschäftigt sind, landet die Anzeige damit strukturell bei der falschen Zielgruppe.

Active Sourcing bedeutet, dass Sie als Arbeitgeber auf qualifizierte Fachkräfte zugehen — gezielt, diskret, ohne dass diese selbst gesucht haben müssen. Im Gegensatz zur Stellenanzeige, die passiv wartet, erschließt die Direktansprache die über 70 Prozent passiven Kandidaten. Laut einer Studie der Universität Bamberg zieht rund die Hälfte der Beschäftigten eine Direktansprache einer eigenen Bewerbung vor.

Für Einstiegspositionen, Quereinsteigerrollen oder Helferstellen, bei denen die aktiv suchende Gruppe größer ist, kann eine Stellenanzeige schnell und kostengünstig Treffer liefern. Als ergänzendes Signal zur Stärkung der Arbeitgebermarke hat sie ebenfalls ihren Platz. Als einziges Instrument für seltene Profile wie Elektromeister oder Bauleiter ist sie in der Regel nicht ausreichend.

Laut einer Studie von StepStone und der Bundesagentur für Arbeit beträgt die durchschnittliche Vakanzdauer 102 Tage bei Vakanzkosten von rund 29.000 Euro pro Stelle. In Elektro- und PV-Berufen können allein die entgangenen Deckungsbeiträge 800 bis 1.200 Euro pro Tag betragen — jeder Monat Wartezeit auf die richtige Bewerbung kostet also erheblich.

Laut einer Studie der Universität Bamberg nutzen bereits 45 Prozent der deutschen Mittelständler Active Sourcing. In Branchen mit besonders engem Personalmarkt wie der PV ist der Anteil tendenziell steigend — weil klassische Kanäle die nötige Besetzungsgeschwindigkeit bei spezialisierten Rollen nicht mehr liefern.

Praxis

Was eine unbesetzte PV-Stelle wirklich kostet: Vakanzkosten in der Solarbranche

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Vakanzkosten umfassen alle direkten und indirekten Verluste, die entstehen, solange eine Stelle unbesetzt ist: entgangener Deckungsbeitrag, Recruiting-Aufwand, Mehrkosten durch Überstunden und externe Unterstützung sowie Opportunitätskosten durch abgelehnte Aufträge. Laut einer gemeinsamen Erhebung von StepStone und der Bundesagentur für Arbeit betragen die durchschnittlichen Vakanzkosten rund 29.000 € pro Stelle — oft das Zwei- bis Vierfache der reinen Personalkosten.

Die durchschnittliche Vakanzdauer in Deutschland liegt laut StepStone und der Bundesagentur für Arbeit bei 102 Tagen. In Elektroberufen, die für PV-Installationen zentral sind, liegt die Vakanzzeit regional zwischen 110 und 160 Tagen. Das entspricht bis zu fünf Monaten, in denen Projekte nicht planmäßig besetzt werden können.

Nach Branchenangaben zu Elektroberufen kostet eine unbesetzte Elektriker-Stelle im Schnitt 800 bis 1.200 € entgangenen Deckungsbeitrag pro Tag. Über eine typische Vakanzdauer von 102 Tagen summiert sich allein dieser Posten auf über 100.000 € — ohne Vertragsstrafen, Recruiting-Kosten oder Schäden durch Teamüberlastung.

Neben dem direkten Deckungsbeitragsausfall entstehen in PV-Unternehmen regelmäßig: Vertragsstrafen (Pönale) bei Projektverzögerungen, abgelehnte Aufträge trotz voller Pipeline, erhöhter Krankenstand und Kündigungsrisiko durch Überlastung des verbleibenden Teams sowie Recruiting-Folgekosten. Das EY-Mittelstandsbarometer beziffert die gesamtwirtschaftlichen Umsatzverluste durch Vakanzen im Mittelstand auf über 50 Milliarden Euro pro Jahr.

Der wirksamste Hebel ist der Wechsel vom passiven Warten auf Bewerbungen zur aktiven Direktansprache. Da laut Studie der Universität Bamberg rund die Hälfte der Fachkräfte eine direkte Ansprache der eigenen Bewerbung vorzieht und nur rund 8 Prozent aktiv suchen, erreichen klassische Stellenanzeigen den Großteil der verfügbaren Kandidaten nicht. Gezieltes Active Sourcing spricht latent wechselbereite Fachkräfte direkt an und verkürzt die Time-to-Hire messbar.

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